Weihnachtsfeier

Mit einer Weihnachtsfeier wurde die diesjährige Schießsaison beendet und gleichzeitig auf die bevorstehende Weihnachtszeit eingestimmt. Bei einem gemeinsamen Essen konnte Schießwartin I. Buchholz noch die Sieger des diesjährigen Nikolaus- und Glücksschießens bekannt geben und kleine Aufmerksamkeiten überreichen.

 

           

Nicht nur die Sieger (v.l.n.r. W. Behrens, E. Meyer, S. Heinrich, I. Buchholz und D. Mayer) wurden mit einer Aufmerksamkeit bedacht.

Adventsbasar

Das Wetter spielte mit und viele Gäste kamen zum Nienhofer Adventsbasar um sich auf die bevorstehende (Vor-) Weihnachtszeit einzustimmen. Viele Stände mit schönen Dingen für die bevorstehende Adventszeit animierten zum Kauf. Bei Kaffee & Kuchen, Glühwein & Bratwurst und noch mehr erlebten die Besucher einen schönen Nachmittag.

Einige fotografische Eindrücke:

 

    

Pokalschießen - die Sieger stehen fest

An mehreren Abenden konnten Einzelschützen, Mannschaften und die bisherigen Majestäten um die besten Platzierungen beim Pokalschießen ringen.

Nun wurden die Sieger bei einer kleinen Feier im DGH bekannt gegeben:

 

  

Hier einige Momentaufnahmen und die Platzierungen:

Pflanzen der Königseiche

Traditionell im Schützenfestjahr planzen die amtierenden Majestäten -ihre- Königseiche. Das diese nicht rechtzeitig geliefert worden war und somit zunächst ein Provisorium in den Boden kam, tat der guten Stimmung keinen Abbruch:

  

 

Unsere Kontakt-Mail:

 

info2 [AT] ssg-nienhof [PUNKT] de

 

 

 

Entstehung des Nienhofer Schützenwesens

Auf den folgenden Seiten ist der Inhalt der Nienhofer Schützenchronik -im verkürzten Umfang- dargestellt:

Im Zuge der Nachforschungen für die Nienhofer Ortschronik wurde durch den Chronisten Matthias Blazek zwischenzeitlich bekannt, dass die Nienhofer Schützen bereits einige Jahre früher erstmalig erwähnt worden sind.

Bereits im Frühjahr 1896 wurden die Statuten aufgestellt und dem "Königlichen Landraths-Amt Celle" zur Genehmigung vorgelegt. Zur damaligen Zeit durften nur unbescholtene Männer über 18 Jahre dem Verein beitreten. Mitglieder hatten am Umzug durchs Dorf teilzunehmen - Nichtmitglieder konnten sich "mit Bewilligung des Vorstandes" am Umzug beteiligen. Und -damals wie heute- Nichtmitgliedern ist die Erlangung der Königswürde durch Genehmigung des Vorstandes erlaubt.

(Quelle: Dorfchronik Nienhof/ Matthias Blazek)

 

1902 wurde in Nienhof das erste bekannte Schützenfest ausgetragen.

Da sämtliche Unterlagen bis zum 2. Weltkrieg nicht mehr vorhanden sind, sind die genauen Umstände , die zur Durchführung der ersten Schützenfeste, die in unregelmäßigen Abständen stattfanden, nicht mehr nachvollziehbar.

Es ist jedoch anzunehmen, dass aufgrund der gegen Ende des 20. Jahrhunderts zahlreichen Vereinsgründungen, dies in Nienhof dazu geführt hat, dass sich die Schützen organisierten, um eigene Schützenfeste durchzuführen, jedoch ohne einen Verein zu gründen.

Aufgrund mündlicher Aussagen älterer Mitbürger, die zum Teil nur vage und manchmal sehr "dünn" waren, läßt sich jedoch das Schützenwesen bis zum Jahr 1972 nachvollziehen. Aus diesem Grund sind die nachfolgenden Aussagen zur frühen Zeit des Nienhofer Schützenwesens aufgefüllt mit Ereignissen der Nienhofer Geschichte.

 

Die Durchführung der Schützenfeste von 1902 - 1939

Die Nienhofer Schützengemeinschaft organisierte die Schützenfeste eigenständig. Feste Grundsätze wurden dabei nicht festgelegt, vielmehr passte man sich der jeweiligen Entwicklung, die die Schützenfeste dieser Zeit durchlebten, an.

So wurde z. B. das Königsschießen in den Jahren 1902 bis 1922 mit großkalibrigen Waffen durchgeführt, bis 1934 Kleinkalibergewehre eingeführt wurden.

Geschossen wurde auf handgemalten Pappscheiben, die in einer extra dafür ausgehobenen Grube aufgestellt wurden. Der Schießstand befand sich im Triftweg hinter dem Friedhof.

Die bunten Umzüge durch das Dorf wurden von berittenen Offizieren angeführt. Schon damals hörte alles auf das Kommando des jeweiligen Schützenoberst. Ihm folgten die jungen Männer des Dorfes, bewaffnet mit Holzgewehren, gefolgt von einer Damengruppe.

Jeder Umzug führte im Übrigen zur Neuhäuser Mühle, die als Rastplatz und Wendepunkt genutzt wurde.

Traditionell war zu dieser Zeit schon das Königsfrühstück, dass schon damals sehr gut besucht war.
Außerdem gab es zwei Traditionen, die heute nicht mehr gepflegt werden.

Zum Einen das Entführen des Königs, der sich anschließend mit Naturalien wieder freikaufen mußte.

Zum Anderen "sorgte" sich ein Doktor um die Teilnehmer des Umzuges und falls nötig, wurde mit Hochprozentigem die Gesundheit der "Kranken" wieder hergestellt.

 

1902

Erster Schützenkönig wurde Wilhelm Köther aus Neuhaus. Der Großvater von Günter Köther, heute Dorfstr. 14 und der Vater vom späteren Schützenoberst Fritz Köther.

Im Übrigen hat Nienhof zu dieser Zeit ca. 170 Einwohner. Vier Jahre später wurde übrigens der Nienhofer Männergesangverein gegründet.

 

1911

Friedrich Surborg wird Schützenkönig. Damals wurde Surborg noch mit "o" geschrieben, anders als heute, denn seine Nachfahren auf dem Hof in der Hofstr. 5 heißen Surburg. Ein Jahr später wird mit dem Bau der Bahnstrecke Celle - Gifhorn begonnen.


1922

Wieder ging die Königswürde nach Neuhaus. Albert Cramm hieß der Schützenkönig. Er stammte aus dem heutigen Haus von Rudi König, Langlinger Str. 11, also unmittelbar in der Nähe unserer Mühle.

In diesem Jahr werden in Nienhof zwei Neubauten verzeichnet. Eines davon ist der Neubau von Albert Linneweh, Nr. 28 auf dem väterlichen Grundstück (Kurassier), dem Großvater unseres heutigen bisher einzigem Ehrenmitglieds Albert Linneweh. Nienhof zählt zu dieser Zeit ca. 210 Einwohner.


1934

Erneut aus Neuhaus stammend, errang Fritz Knoop die Königswürde. Im übrigen machte es ihm sein Urenkel Dirk Schmale, Dorfstr. 18, im Jahr 1990 nach. Außerdem wird in diesem Jahr die Nienhofer Feuerwehr gegründet.

 
1936

Heinrich Heitmann wird König. Damals wohnte er am Stöckelberg. Eigentlich hatte Heinrich Heitmann eine andere Vorliebe, er war nämlich Gründungsmitglied und über lange Zeit Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr.

 

1939

Zum zweitenmal geht die Königswürde in die Hofstr., diesmal allerdings ein Haus weiter. Bernhard Wiedenroth wird letzter Schützenkönig vor Ausbruch des 2. Weltkrieges.

 

Zur Erinnerung - Bernhard Wiedenroth wurde letzter Schützenkönig vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Viele Nienhofer Männer werden an die Front berufen. An Gefallenen und Vermißten hat Nienhof 37 Männer zu beklagen.


1953

 

Zum ersten Mal, aber nicht zum letzten Mal wird ein Nienhofer Gastwirt Schützenkönig. Sein Name Willy Parlaska. Außerdem war Willy Parlaska amtierender Bürgermeister. Dieses Amt übte er von 1948 - 1956 aus.


Hier ein Auszug aus der Rede zur Schützenfesteröffnung 1953, die vom Schützenoberst Fritz Köther gehalten wurde:


Leseabschrift:

Ich denke auch besonders an Euch, die Ihr Eure Heimat 1945 verlassen mußtet, Ihr sollt mit uns daß erste Schützenfest verleben, wir wollen es feiern mit bester Stimmung, und bester Harmonie, und ich hoffe und wünsche, daß Ihr alle dazu beitragt.
Vor 14 Jahren feierten wir unser letztes Schützenfest, in dieser Zeitspanne ist ein Krieg über unser Land dahingegangen, so gewaltig und so schrecklich, wie ihn unser Volk bisher noch nicht erlebte. Er hat schwere Opfer von uns gefordert. Viele liebe Menschen, besonders Kameraden, die vor 14 Jahren noch in bester Gesundheit und Lebensfrische das Schützenfest mitfeierten, sind nicht mehr unter uns. Ihrer wollen wir heute in Ehren gedenken. Senkt die Fahnen ...

Die Königswürde kann jeder erringen, der daß 20. Lebensjahr erreicht hat und sich im Besitz der Bürgerlichen Ehrenrechte sich befindet. An die Damen wird sich gleich unser Herr Doktor Ohnesorgen wenden, er wartet schon darauf...


1957

Zum ersten und bisher einzigen Mal geht die Königswürde an jemanden, der diese schon einmal errungen hatte. Erneut nach 1936 wird Heinrich Heitmann Schützenkönig und mit Paul Fröhlich gab es auch einen Vizekönig. Schützenoberst ist bei diesem Schützenfest Heinrich Thiele und sein Adjudant ist Heinrich Rahn.Den Doktor übernimmt -diesmal beritten- Albert Linneweh.

 Schützenoberst

 
1972

Es dauert 15 Jahre bis Nienhof wieder Schützenfest feiert. Allerdings nicht in Nienhof, sondern gemeinsam mit den Langlinger Schützen. König wird Paul Föhlich, damals wohnend am Wolfenkamp 7. Einen großen Zuspruch hatte dieses Schützenfest allerdings nicht, da die Organisation noch nicht so viele Bürger erreichte. Das sollte sich zukünftig grundlegend ändern, wenn es auch weitere acht Jahre dauerte, bis die Schützefeste der "Neuzeit" eingeläutet wurden.